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Bildstrecke: Bring' mal den Müll runter

Die "Wertstofftonne"

In vielen Städten gibt es sie inzwischen: die Wertstofftonne. Doch was soll die neue Tonne? Und vor allem: Was gehört da hinein? Wir haben für euch mal ein wenig im Müll gewühlt.

Abgefahrener Müll

Die Müllabfuhr und die privaten Entsorger haben viel zu tun. Denn in Deutschland fielen z. B. 2015 laut Bundesumweltministerium 45,9 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle an. Das macht pro Einwohner 454 Kilo im Jahr, also fast eine halbe Tonne. Darunter sind auch viele Wertstoffe, also wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden können. (Bild: Andrea Behnke)

Sortierter Müll

Die Bundesregierung hat das sogenannte Kreislaufwirtschaftsgesetz beschlossen. Das besagt, dass mehr Abfälle als bisher recycelt werden sollen. Bis zum Jahr 2020 sollen 65 Prozent aller Siedlungsabfälle wiederverwertet werden. Seit 2015 ist es Pflicht, Bioabfälle, Papier, Glas und Kunststoffabfälle getrennt zu sammeln. Schon heute zeigt ein Blick in deutsche Küchen, dass die Deutschen Mülltrenn-Meister sind. In vielen Haushalten stehen verschiedene Mülleimer. (Bild: H. G. Oed / BMU)

Gelber Müll

Seit einigen Jahren gibt es eine Extra-Tonne für Verpackungsmüll. Das ist die gelbe Tonne – die heißt so, weil sie einen gelben Deckel hat oder ganz gelb ist. Mancherorts gibt es auch gelbe Säcke anstelle der Tonnen. Da hinein kommt alles, was Verpackung ist – egal, ob Spraydose oder die Plastikhülle um die Tiefkühlpizza. Vielerorts gibt es inzwischen eine andere Tonne: die Wertstofftonne. Zumeist als Pilotprojekt. Damit die Menschen nicht noch mehr Tonnen vor der Tür haben, wurden häufig die gelben Tonnen zu Wertstofftonnen umfunktioniert. (Bild: rcx / fotolia.com)

Allesfresser-Müll

Die Wertstofftonnen sind echte Müllschlucker. Bisher musste man immer schauen, ob etwas eine Verpackung ist oder nicht. Das ändert sich nun. Die Wertstofftonnen fressen weiterhin alles, was die gelbe Tonne auch mochte – und noch vieles, was sonst in der Restmülltonne landete, also sowohl die Plastikverpackung, ein kaputter Plastiktopf, die Metallfolie vom Joghurt oder den verrosteten Nagel. Was nicht recyclebar ist oder viel zu dreckig, kommt allerdings immer noch in den Restmüll – also z.B. Windeln, Hygieneartikel, Asche oder Staubsaugerbeutel. Im Moment wird geprüft, inwieweit dieses System der Wertstofftonnen erfolgreich ist. (Bild: Andrea Behnke)

Gar kein Müll

Politiker hoffen, durch Wertstofftonnen noch einmal sieben Kilo Müll pro Einwohner für Recycling zu gewinnen. Müll, der nicht in der Verbrennung landet (was außer bei Giftmüll in Deutschland die Regel ist), sondern zurückgewonnen bzw. wiederverwertet wird. Entweder entstehen so neue Produkte (zum Beispiel Plastikstühle oder Fleecepullover) oder Rohstoffe oder Energie. In Zeiten, in denen die natürlichen Rohstoffe immer knapper werden, kommt das der Umwelt zugute. (Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de)

Berge von Müll

In die Wertstofftonnen gehört alles aus Kunststoff, also nicht nur Becher oder Tüten. Folien, Plastikeimer, Spielsachen, Zahnbürsten, Tuben und Tiegel aus dem Bad, aber auch Leichtverpackungen wie Milchtüten oder Styropor – das sind nur einige Beispiele. Papier und Glas hingegen muss man weiterhin extra sammeln und entsorgen. (Bild: Peter von Bechen / pixelio.de)

Metall-Müll

Auch Metalle sind Wertstoffe. Egal, ob es nun Leichtmetalle sind wie Konservendosen oder schwere Metalle, die in Nägeln, Pfannen, Schrauben, Drahtbügeln oder Besteck stecken: All das gehört in die Wertstofftonnen. (Bild: Manuel Paulus / pixelio.de)

Sondermüll

Akkus, Batterien oder Energiesparlampen sind immer noch Sondermüll. Sie gehören in keine der Tonnen vorm Haus. Schadstoffhaltigen Müll kann man zum Beispiel an den Recyclinghöfen abgeben. Das Gleiche gilt für anderen Müll, der Schadstoffe enthält: beispielsweise Lackdosen oder Ähnliches. (Bild: H. G. Oed / BMU)

Goldener Müll...

Unser Müll ist im wahrsten Sinne des Wortes Geld wert. Doch wer verdient daran? Laut Gesetz dürfen auch private Entsorger den "goldenen Müll" abholen. In Herne beispielsweise ist der Modellversuch nach 18 Monaten gescheitert. Dort habe es, so die kommunale Entsorgungsfirma, keine Einigung mit dem Dualen System gegeben. (Bild: Andrea Behnke)

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