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Plastikverbot

Essbare Trinkhalme

Trinkhalme aus Plastik sind jetzt verboten. Es gibt einige Alternativen. Was taugen sie?

Fünf Trinkhalme verschiedener Materialien nebeneinander auf einer grauen Platte. (Foto: Corinna / stock.adobe.com)
Foto: Corinna / stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU hat zum 3. Juli 2021 die Herstellung verschiedener Einweg-Artikel aus Plastik verboten.
  • Das betrifft auch Trinkhalme.
  • Neben Glas und Edelstahl gibt es jetzt welche aus Papier, aber auch essbare aus Getreide, Stärke oder Zucker. Nicht alle sind unbedenklich.

Einen leckeren Cocktail schlürfen und danach den Strohhalm einfach aufknabbern: Seit Trinkhalme aus Einwegplastik in der EU verboten wurden, wird das zum Trend. Das ist auch sinnvoll, wenn man nicht auf Trinkhalme verzichten und trotzdem Müll vermeiden will. Die Stiftung Warentest hat deshalb sechs essbare Trinkhalme im Labor untersucht und stellt fest: "Die aus Zucker sind Murks, die aus Getreide relativ stabil."


Die Zuckerröhren sind zum Beispiel sehr süß – logisch. Ein Halm entspricht zwei Stück Würfelzucker! Das sind ungefähr sechs Gramm Zucker und damit mehr als ein Zehntel der empfohlenen täglichen Menge für einen gesunden Erwachsenen. Solche Halme können also nicht nur für die Zähne eine Belastung sein. Außerdem bleiben Zuckerhalme laut Stiftung Warentest am kürzesten stabil. Geprüft wurde mit kalter Cola und heißem Wasser.


Am längsten halten Trinkhalme aus Getreide durch. Die schmecken nach "kalter Makkaroni" oder "Pasta mit Apfel". Du kannst natürlich auch mal normale Makkaroni probieren. Die sind auch nicht so teuer wie Röhrchen, die speziell als Trinkhalme verkauft werden. Pluspunkt für alle getesteten Halme aus Getreide, Stärke und Zucker: Schadstoffe gab es kaum.


Anders kann es bei Papier-Trinkhalmen aussehen. In verschiedenen Untersuchungen wurden immer wieder Schadstoffe festgestellt. Mehr dazu kannst du hier bei der Schadstoffberatung der Verbraucherzentrale NRW lesen.


Wenn du auf Mehrweg setzen willst, kannst du Trinkhalme aus Glas oder Edelstahl verwenden. Sie lassen sich mit kleinen langen Bürstchen auch gut reinigen. Oder mit langen Wattestäbchen – allerdings nicht aus Plastik. Die sind nämlich jetzt auch verboten.



Verbotene Plastik-Produkte und ihre Alternativen:


(hamo)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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