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Wir räumen mit den Beauty-Gerüchten auf

Schönheitsmythen: Wie bleibe ich schön?

Zahnpasta gegen Pickel, Spitzen-Fluids gegen Spliss, Schneiden gegen dünnes Haar? Wir decken auf: Was ist wirklich wahr in Sachen Beauty, Kosmetik & Co.?

"Schokolade macht Pickel"

Schokolade macht Pickel? Das ist wissenschaftlich umstritten, auch wenn sich das Gerücht schon lange hält. Gesunde Ernährung mit wenig Zucker tut der Haut zwar durchaus gut – aber Schokolade allein lässt die Pickel nicht sprießen. Es sind vielmehr die Hormone; daher sieht man auch oft in der Pubertät aus wie ein Streuselkuchen. Stichhaltige Beweise dafür, dass Schokolade die Hautporen verstopft und die Talgproduktion anregt, gibt es nicht. Also: Zumindest die Haut hat nichts gegen ein Stückchen Schoko – wenn du dich ansonsten vollwertig ernährst und vor allem auch ausreichend trinkst, am besten Mineralwasser.
(Bildquelle: sxc.hu / cybersnot)

"Zahnpasta hilft gegen Pickel"

Zahnpasta hilft gegen Pickel? Du willst abends weggehen – und am Nachmittag prangt ein schöner Pickel mitten auf dem Kinn? „Mach' ein bisschen Zahnpasta drauf“, sagt Mama. Doch Vorsicht: Zahnpasta trocknet die Haut zwar aus, wodurch es zunächst tatsächlich so scheint, als wenn der Pickel kleiner wird. Aber Stoffe wie Menthol oder Fluor können eine Entzündung so richtig anheizen. So kann der Pickel schnell wieder richtig wachsen. Zahnpasta ist eben – im Gegensatz zu Pickelstiften – nicht für die Haut gemacht ...
(Bildquelle: sxc.hu / garytamin)

"Gegen Spliss gibt es tolles Spitzen-Fluid"

Gegen Spliss gibt es tolles Spitzen-Fluid? Hair-Repair – das klingt, als wenn man kaputte Haare wieder reparieren könnte. Kann man aber leider nicht … Denn ein kaputtes Haar ist und bleibt ein kaputtes Haar, auch wenn es für eine kurze Zeit glatter aussieht. Da hilft nur die Schere! Spitzen-Fluid, das Spliss verschwinden lässt, Kuren, die Haarbruch wegmachen – all das sind hübsche Erfindungen, die jedoch nicht halten, was sie versprechen. Zudem enthalten sie häufig Silikonöle, die sich auf Haar und Kopfhaut ablagern und die Umwelt belasten. Sinnvoller, als Spitzen-Fluids zu kaufen, ist es, von vorne herein schonender mit der Wolle auf dem Kopf umzugehen. Das heißt: Kein Shampoo auf die Haarspitzen geben, nicht heiß föhnen und den Lockenstab oder das Glätteisen am besten verbannen.
(Bildquelle: sxc.hu / obyvatel)

"Bei Haarpflegeprodukten muss man großzügig sein"

Bei Haarpflegeprodukten muss man großzügig sein? Das hätten die Hersteller wahrscheinlich gerne. Aber unsere Haare sind wie ein feiner Wollpulli, der durchs häufige Waschen mit viel Waschpulver auch nicht schöner wird. Empfehlenswerter ist es, zunächst wenig Shampoo in den Händen aufzuschäumen. Es reicht aus, das Shampoo auf Kopfhaut und Haaransatz zu verteilen; die Haarlängen werden beim Abspülen mit lauwarmem Wasser automatisch sauber. Besonders gut für Haar und Kopfhaut sind mildere Zuckertenside, die man oft am Namensteil „Glucoside“ erkennt. Sie werden überwiegend in Naturkosmetik eingesetzt. Übrigens: Wenn das Haar nicht sehr fettig ist, braucht es nicht jeden Tag eine Wäsche. Kopfhaut und Umwelt werden es danken.
(Bildquelle: sxc.hu / soundgroov)

"Haare schneiden macht die Haare dick"

Haare schneiden macht die Haare dick? Volles Haar durch Haare schneiden? Ist nicht der Fall – Haare wachsen durchs häufige Schneiden nicht schneller und werden auch nicht dicker. Doch gerade feine Haare sehen frisch geschnitten fülliger aus. Für die Optik ist ein Friseurbesuch manchmal tatsächlich nicht verkehrt.
(Bildquelle: sxc.hu / Gerbera)

"Die Haut muss man gut pflegen"

Die Haut muss man gut pflegen? Waschlotion, Gesichtswasser, verschiedene Cremes, Peeling zwischendurch – doch: Viel hilft nicht viel! Denn Tenside (also waschaktive, schäumende Substanzen) trocknen die Haut aus. Und dann greifen wir wieder zur Lotion, um das Spannungsgefühl zu bekämpfen. Dabei sorgt unsere Haut gut für sich selbst. Das sieht man daran, dass die Hautregionen, die wir nicht mit Pflegeprodukten behandeln, in der Regel auch am wenigsten Probleme machen. Die natürlichen Hautfunktionen können wir z. B. durch eine trockene Bürstenmassage gut unterstützen. Ansonsten sollte man sich auf wenige, sorgfältig ausgewählte Produkte beschränken und sie sparsam verwenden. Informationen zu Kosmetikinhaltsstoffen findet ihr z. B. unter www.codecheck.info.
(Bildquelle: sxc.hu / sebarex)

"Naturkosmetik pflegt besser"

Naturkosmetik pflegt besser? Da der Begriff „Naturkosmetik“ nicht geschützt ist, gilt es auf Label wie z. B. „natrue“ oder „BDHI“ zu achten, um wirkliche Naturkosmetik zu bekommen. Denn wer sich mit „echter“ Naturkosmetik pflegt, hat viele Vorteile: Die Töpfchen und Tiegel enthalten fast ausschließlich natürliche Rohstoffe – auf Silikon- oder Mineralöle zum Beispiel verzichten die Hersteller. Das tut der Umwelt gut – und der Haut auch. Aber: Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Probiert einfach einmal, ob es wirklich eine Creme bzw. Lotion sein muss oder ob nicht vielleicht auch ein wenig pflanzliches Öl wie Jojoba- oder Mandelöl ausreicht. Allergikerinnen und Allergiker müssen sowohl bei Naturkosmetik als auch bei herkömmlichen Schönmachern genau auf die Zutatenliste schauen.
(Bildquelle: sxc.hu / gute)

"Man kann sich schlank cremen"

Man kann sich schlank cremen? Wenn es doch nur so einfach wäre: Man nehme eine Creme, massiert Oberschenkel, Bauch und Po ein – und alles wird schön schlank und stramm. So leicht ist es aber leider nicht ... Denn vor den straffen Muskel hat Gott die Bewegung und die gesunde Ernährung gestellt. Will heißen: Keine Creme kann Cellulite wirklich den Garaus machen. Dünner wird nur die Geldbörse, wenn man ausschließlich auf Anti-Cellulite-Cremes setzt ...
(Bildquelle: sxc.hu / neza)


(AB)

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