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Im Zeichen der Zeichen: Ab durch den Dschungel...

Label und Siegel auf Produkten

Auf Lebensmitteln, auf Kleidung, auf Computern – überall kleben Zeichen, die uns irgendwas mitteilen wollen. Nur was? Wir haben den Label-Dschungel durchforstet und zeigen euch eine Auswahl der wichtigsten Zeichen.

FairTrade

Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Produkte aus fairem Handel – also nicht nur Lebensmittel, sondern beispielsweise auch Blumen, Fußbälle oder Kleidung aus Fairtrade-Baumwolle. Längst findet man diese Artikel nicht mehr nur in Weltläden, sondern auch im Supermarkt. Das Siegel garantiert, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen der Hersteller, zumeist in südlichen Ländern, menschenwürdig sind, dass die Produktion umweltverträglich ist und dass es keine Kinder- oder Zwangsarbeit gibt. (Alle Rechte TransFair e.V. Mehr dazu: www.fairtrade-deutschland.de)

Bio-Siegel

Sechs Ecken bürgen für reine Bio-Qualität: Das deutsche Bio-Siegel klebt auf Lebensmitteln, deren Zutaten zu mindestens 95 Prozent aus ökologischem Anbau stammen. Zudem gibt es weitere Anforderungen, zum Beispiel Verzicht auf Gentechnik und chemischen Dünger oder Pflanzenschutz. Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Das Siegel setzt die Bio-Verordnung der Europäischen Union um. Manche Anbauverbände haben noch höhere Standards. (Mehr dazu: www.biosiegel.de)

EU-Bio-Logo

Dieses Blatt mit den Sternen ist der neue "Stern am Bio-Himmel": Neben dem deutschen gibt es nämlich noch ein europäisches Logo, das Bio-Qualität kennzeichnet. Die Europäische Union schreibt vor, dass es auf allen europäischen Bio-Produkten kleben muss. So erkennt man auch Bio-Produkte aus anderen EU-Ländern verlässlich auf einen Blick. (Mehr dazu: www.biosiegel.de)

Europäisches Energieetikett

Wer die erste eigene Bude einrichtet, braucht vielleicht auch ein paar neue Haushaltsgeräte (sofern's nichts Geerbtes oder Gebrauchtes gibt). Und da lohnt sich ein Blick auf das Europäische Energieetikett, auch EU-Label genannt. Darauf wird nämlich aufgeschlüsselt, wie energiesparend ein Gerät arbeitet, und es enthält zusätzliche Informationen zu anderen relevanten Produkteigenschaften wie z.B. zum Wasserverbrauch. Mehr Infos: (Mehr Info: stromeffizienz.de)

Energy Star

Manch einer kennt den Stern auf blauem Grund: Er ist häufig auf Computerbildschirmen zu sehen. Das Zeichen Energy Star kennzeichnet energiesparende Computer, Laptops und Monitore. Das betrifft aber nur den Gebrauch der Compis – nicht aber deren Herstellung, die durchaus auch Energie frisst. (Mehr dazu: www.dena.de)

TCO

Noch einen Schritt weiter als der Energy Star geht das TCO-Zeichen für Hardware: Denn hier stehen neben dem Energieverbrauch auch die Ergonomie, eventuelle Schadstoffe, der Geräuschpegel,Sozialstandards bei der Herstellung oder die Produktrücknahme sowie die Ökologie im Herstellungsverfahren im Mittelpunkt. Ergonomisch bedeutet, dass ein Arbeitsplatz nicht gesundheitsgefährdend ist – also zum Beispiel, dass die Tastatur so geformt ist, dass man bequem darauf tippen kann. (Mehr dazu: www.tcodevelopment.de)

UV-Standard 801

Wenn die Sonne scheint, ist UV-Schutz angesagt. Dafür, dass Funktionskleidung, Sonnenschirme & Co. auch das halten, was sie versprechen, sorgt das Zeichen UV-Standard 801. Das Gute: Die Auszeichnung besagt, dass der entsprechende Schutz nicht nur im fabrikneuen, sondern auch im nassen und gebrauchten Zustand gewährleistet ist. Die Zahl im Zeichen ist der Lichtschutzfaktor: Je höher, desto mehr schädliche UV-Strahlen werden herausgefiltert. (Mehr dazu: www.uvstandard801.de)

Öko-Tex

Ausgeschrieben heißt das Zeichen "Textiles Vertrauen - Schadstoffgeprüft nach Oeko-Tex® Standard 100". Man findet es an Textilien, die von autorisierten Mitgliedsinstituten auf Schadstoffe geprüft wurden. Das Öko-Tex-Standard-100-Zertifikat bezieht sich auf die Schadstoffprüfung von Zwischen- oder Endprodukten und geht in Sachen Gesundheitsschutz über gesetzliche Vorgaben hinaus. (Mehr dazu: www.oeko-tex.com) Das neue Ökotex-Siegel "Made in Green", das auf einigen Produkten zu finden ist, zertifiziert, dass das Produkt schadstoffgeprüft ist, umweltfreundlich produziert wurde und Soztialstandards eingehalten wurden. Anhand einer ID ist zudem die ganze Produktionskette rückverfolgbar.

GOTS

GOTS (Global Organic Textile Standard) ist auf Kleidung zu finden, die zu 70 bis 95 % aus Bio-Fasern besteht. Schädliche Chemikalien sind in der gesamten Produktionskette verboten, es darf keine Gentechnik eingesetzt werden und bei der Verarbeitung müssen Sozialstandards eingehalten werden.(Mehr Info: www.global-standard.org)

IVN BEST

Noch strenger sind die Kriterien für das Siegel des IVN (Inter­na­tio­naler Verband der Natur­tex­til­wirtschaft e.V.). Hierfür müssen alle Fasern eines Kleidungsstücks bio sein. Ausnahmen gelten für höchstens 5 % Chemiefasern (z.B. Bündchen oder Spitze). Ansonsten muss auch auf schädliche Chemie im gesamten Produktionsprozess und auf Gentechnik verzichtet werden. Bei der Verarbeitung sind Sozialstandards einzuhalten. (Mehr Info: naturtextil.de)

CE

Das CE-Zeichen – oder in Langform Conformité Européenne – begegnet uns täglich. Es muss auf allen Waren angebracht werden, für die EU-Richtlinien bestehen. Das gilt beispielsweise für Spielwaren oder Haushaltsgeräte. Da es kein Prüfzeichen ist wie z.B. das GS-Zeichen sondern nur eine Selbsterklärung des Herstellers, hat es für Verbraucher keine Aussagekraft. (Mehr dazu: www.ce-zeichen.de)

Kaninchen unter schützender Hand

... auch Hase mit schützender Hand genannt. Ein wirklich niedliches Zeichen mit ernstem Hintergrund. Das Label garantiert nämlich, dass ausgezeichnete Kosmetikprodukte ohne Tierversuche entwickelt und hergestellt sind. Hersteller verpflichten sich, keine Rohstoffe zu verwenden, die nach 1979 in Verbindung mit ihrem Unternehmen an Tieren getestet wurden. Auch Rohstoffe, die durch Tierquälerei oder vom toten Tier gewonnen wurden, sind verboten. (Mehr Info: www.tierschutzbund.de). Ein weiteres Siegel zu Kosmetik ohne Tierversuche ist "Leaping Bunny".

Zertifizierte Natur-Kosmetik

Der BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel) kennzeichnet Naturkosmetik, die den Namen auch verdient. Ebenfalls seriös ist das NaTrue-Zeichen. Großer Vorteil beider Labels: Viele Problemstoffe aus konventioneller Kosmetik wie z.B. Mikroplastik oder Azofarbstoffe sind verboten. (Mehr dazu: www.ionc.info und www.natrue.org)

NATRUE-Label

Das NATRUE-Label hilft dabei, Natur- und Biokosmetik zu identifizieren. Es steht für einen einen hohen Standard bei der Natürlichkeit von (Bio-)Kosmetikprodukten. (Mehr dazu: www.natrue.org/de/)

Blauer Engel

Umweltschutz – dafür steht der Blaue Engel. Es gibt ihn für unzählige Produkte, von A wie Abdeckfolien bis Z wie Zeitungsdruckpapier. Jeder hat das Zeichen bestimmt schon mal gesehen: am häufigsten vielleicht auf Schulheften oder Toilettenpapier. Aber auch auf Armbanduhren, DVD-Spielern oder Spielen klebt es. Es zeichnet Produkte und Dienstleistungen aus, die umweltverträglicher als die Mehrheit der Produkte sind. (Mehr Info: www.blauer-engel.de)

Natureplus

Farben und andere Baumaterialien können stinken, in den Augen brennen und zu Allergien führen. Wer bei der Wohnungsrenovierung auf das Natureplus-Label achtet, baut auf Umwelt-, Sozial- und Gesundheitsverträglichkeit. Das Zeichen gibt es für verschiedene Baustoffe von Dielen bis Lacken. (Mehr dazu: www.natureplus.org)

MSC

Wer ohne schlechtes Gewissen Fisch oder andere Meerestiere essen möchte, sollte auf das MSC-Zeichen achten. Der Marine Stewardship Council hat Kriterien für einen umweltgerechten Fischfang aufgestellt. Das Zeichen richtet sich gegen Überfischung und eine Zerstörung der Gewässer. Die Fischereien werden regelmäßig kontrolliert. (Mehr dazu: www.msc.org/de)

Rainforest Alliance

Ein kleiner Frosch, der auf dem Sprung ist, charakterisiert landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Betrieben, deren Schwerpunkt im ressourcen- und umweltschonenden Anbau liegt. Das Zeichen Rainforest Alliance ist im Handel auf zahlreichen Produkten zu finden und wird auch von manchen Fast-Food-Ketten genutzt. Das Label darf schon verwendet werden, wenn mindestens 30 Prozent der Zutaten zertifiziert sind – unter 90 Prozent allerdings mit entsprechender Prozentangabe. (Mehr dazu: www.thefrogblog.de)

Europäisches Umweltzeichen

Eine Blume mit Sternen für die Mitglieder der Europäischen Union und dem Euro-Zeichen in der Mitte, so kommt das Europäische Umweltzeichen daher. Es kennzeichnet alle möglichen Produkte, so auch Reiniger, Textilien, Laptops, Campingplätze oder Papier. Umweltschutz, Energiesparen, Gesundheitsschutz. In Deutschland ist unter anderem das Umweltbundesamt für das EU-Umweltzeichen zuständig. (Mehr dazu: www.eu-ecolabel.de)

FSC

Schutz des Waldes – das ist Inhalt des FSC-Zeichens. Im Forest Stewardship Council haben sich Vertreter aus Umweltorganisationen, Sozialverbänden und Unternehmen zusammengeschlossen – mit dem Ziel, eine nachhaltige und ökologische Forstwirtschaft zu fördern. Das Label bezieht sich allerdings nur auf den Rohstoff, nicht aber auf das fertige Produkt. Das Zeichen gibt es auch für Papier (FSC Pure) und für Recycling-Waren (FSC Recycling). (Mehr Info: www.fsc-deutschland.de)

Trusted Shop Guarantee

Wer online bestellt, zögert manchmal: Ist der Shop auch wirklich seriös? Die Trusted Shop Guarantee zertifiziert Online-Verkäufer und steht für Verbraucherschutz beim Internet-Einkaufsbummel. Die Liste der Voraussetzungen, die ein Unternehmen erfüllen muss, ist sehr umfassend. Vor allem in Sachen Jugendschutz, Sicherheit und Verbraucherfreundlichkeit verkörpert das Zeichen der Trusted Shop GmbH – entwickelt mit Verbraucherschützern – ein hohes Level. (Mehr dazu: www.trustedshops.de)

s@fer-shopping

Ebenso empfehlenswert wie Trusted Shop Guarantee ist ein Zeichen des TÜV Süd: Safer Shopping. Sicherheit und Qualität, dafür steht Safer Shopping. Ein Schwerpunkt liegt – neben Datenschutz und rechtlichen Bestimmungen – auch auf der Benutzerfreundlichkeit des virtuellen Kaufhauses. (Mehr Info: www.safer-shopping.de)

Geprüfter Onlineshop

Das dritte empfehlenswerte Label in Sachen Online-Einkauf ist das Zeichen Geprüfter Onlineshop. Das ist in gewisser Weise die europäische Variante, basiert es doch neben nationalen Vorschriften auch auf dem Europäischen Verhaltenskodex für den elektronischen Verkauf. Vergeben wird es von der EHI Retail Institute GmbH. (Mehr dazu: www.shopinfo.net)

GS

GS – das bedeutet Geprüfte Sicherheit. Die Prüfung führen staatlich zugelassene Prüfstellen wie der TÜV Rheinland durch. Das GS-Zeichen prangt auf verschiedenen Produkten, zum Beispiel Möbeln, technischen Geräten oder Spielzeug. Sicherheit und Gesundheits- bzw. Verbraucherschutz sind die Eckpfeiler dieses Zeichens. (Mehr Info: www.vis.bayern.de)

V-Label

Eine Pflanze, die aussieht wie ein V – V für vegetarisch. Produkte, die das V-Label tragen, enthalten nichts Tierisches; neben Fleisch ist das beispielsweise auch Leder, Gelatine oder tierisches Fett. Der Vegetarierbund Deutschland ist hierzulande für die Vergabe des Labels zuständig. Für Vegetarier liefert das Zeichen eine gute Kauforientierung. (Mehr dazu: www.v-label.eu/de/)

Stiftung Warentest

Auch wenn das Logo der Stiftung Warentest auf vielen Produkten zu sehen ist, ist es kein Label im eigentlichen Sinne. Die Stiftung Warentest testet Produkte - dieses Tests sind aber nur eine Momentaufnahme. Wenn ein Produkt im Jahr 2010 gut abgeschnitten hat, heißt das nicht, dass es im Jahr 2015 ebenfalls noch gut ist - auch wenn die Firma vielleicht dann noch immer mit dem 2010er Test wirbt. Allerdings gibt's auch klare Regeln dafür, wie und wannn damit geworben werden darf. (Mehr dazu: www.test.de)

Öko-Test

Ebenso wie die Stiftung Warentest nimmt auch Öko-Test Produkte unter die Lupe. Die Testergebnisse sind auch hier nur in Verbindung mit dem jeweiligen Testdatum wirklich aussagekräftig. Im Vergleich zur Stiftung Warentest hat Öko-Test sein Hauptaugenmerk auf Umwelt- und Gesundheitsschutz. (Mehr dazu: www.oekotest.de)

spiel gut

Der Verein spiel gut testet und bewertet Spielzeug. Bekommt ein Spiel den orangefarbenen Punkt, dann hat neben einem positiven Praxistest die Jury den Daumen hoch gehalten. Die Kriterien sind zum einen pädagogischer Natur, zum anderem spielen auch Fakten wie Sicherheit, Umweltverträglichkeit oder Haltbarkeit eine Rolle. (Mehr Info: www.spielgut.de)


(AB / c4u)

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