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Falsche Etiketten

Kunstfell oder echter Pelz?

Fell am Jackenkragen oder auf der Mütze ist Trend. Doch manchmal steht Kunstfell im Etikett, obwohl echtes Tierfell verkauft wird. So prüfst du, was du trägst.

Ein Mann im Mantel mit Pelzkragen an der Kapuze blickt von einem Balkon auf Häuser. Bild: hamo/checked4you.de

Sie sind vor allem an Mützen und Kapuzen: Pelz-Applikationen, die ein Kleidungsstück aufwerten sollen. Doch wie lässt sich erkennen, ob es sich um echtes Fell von Tieren oder künstliche Fasern handelt?

Das Etikett könnte darüber Auskunft geben. Doch nicht immer sind die Angaben richtig. 2016 hat die Stiftung Warentest im Labor festgestellt, dass bei einigen Kleidungsstücken zwar Kunstfell auf dem Etikett stand. Tatsächlich aber stammte der Pelzbesatz von Tieren – extra gezüchtet, um brutal erschlagen oder vergast zu werden.

Wenn du dich nicht allein auf das Etikett verlassen möchtest, kannst du mit drei einfachen Methoden selbst prüfen, ob der Pelz künstlich oder echt ist.

  • Pusten. Schon bei ganz leichtem Luftzug bewegen sich echte Tierhaare. Kunstfell ist steifer.
  • Anzünden. Das geht natürlich erst nach dem Kauf: Rupfe ein paar Haare aus dem Kragen und halte sie in eine Flamme (nicht die ganze Jacke anzünden!). Künstliche Haare bilden Klumpen und stinken nach Plastik. Echte Haare zerfallen.
  • Auseinanderziehen. Ziehe die Haare auseinander und prüfe, wie sie befestigt sind. Siehst du etwas Gewebtes, ist es künstlicher Pelz. Siehst du Leder, ist das ein sicheres Indiz für Tierfell.
Pelztest: links echter Pelz mit Leder, rechts Webpelz mit Gewebe. Bilder: Stiftung Warentest
Bilder: Stiftung WarentestPelztest: links echter Pelz mit Leder, rechts Webpelz mit Gewebe.


(hamo)

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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