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"Ping-Calls"

Entgangener Anruf? Ruf nicht zurück!

Wenn eine unbekannte Nummer aus dem Ausland anruft, ignorier's einfach! Denn aus Neugierde zurückzurufen kann teuer werden.

Auf einem Smartphone-Display wird ein entgangener Anruf angezeigt. Foto: checked4you

Das Handy klingelt oft nur kurz und zeigt anschließend einen Anruf in Abwesenheit an. Oder man schafft es, ran zu gehen und hört nichts. Die Polizei warnt vor Anrufen aus dem Ausland, vor allem aus Tunesien (+216) und Burundi (+257). Zurückzurufen kann pro Minute mehrere Euro kosten.


Hinter den Anrufen stecken in der Regel Computer, die einmal klingeln lassen und wieder auflegen. Das nennt man "Ping-Call". Die angerufenen Nummern stammen laut Polizei Sachsen von Adresshändlern oder werden nach dem Zufallsprinzip gewählt. Vermutlich wollen die Verwender zum einen feststellen, ob die Nummern aktiv genutzt werden. Zum anderen könnte dahinter die Absicht stecken, euch zu einem teuren Rückruf zu animieren.



Unsere Tipps

Geht bei ausländischen Nummern nicht ans Handy, wenn ihr keinen Anruf aus dem Ausland erwartet.

Ruft unbekannte Nummern nicht zurück.

Sperrt die Rufnummer, damit ihr davon keine Anrufe und SMS mehr erhalten könnt. Das ist jedoch keine Garantie dafür, dass dann Ruhe ist, denn die Anrufer können ihre Nummern leicht wechseln. Die Möglichkeit, ganze Ländervorwahlen komplett zu sperren, haben wir in Android und iOS nicht gefunden. Man kann sie zwar in eine Sperrliste eintragen, doch die Geräte klingeln bei Anrufen aus den Ländern trotzdem.

Auf der Maßnahmenliste der Bundesnetzagentur könnt ihr prüfen, ob bereits ein "Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung" vorliegt. In dem Fall müsst ihr die angefallenen Kosten nicht zahlen. Falls die Nummer nicht aufgeführt ist, könnt ihr sie bei der Bundesnetzagentur melden.

Der Text dieses Beitrags steht unter Creative-Commons-Lizenz: Was bedeutet das?

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